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Soja – ein heikles Thema

Posted by: Daniela

Benjamin Klack / pixelioIn den letzten Jahren wurde die Sojabohne und Produkte daraus weltweit als besonders gesund und wertvoll für den Menschen propagiert.

Soja-Eiweiß soll gar ein perfekter Ersatz für tierische Produkte sein und die Umwelt deshalb stark entlasten! Tatsächlich werden durch den massiven Anbau von Futtersoja nach wie vor riesige Flächen an Regenwald abgeholzt: große Teile der Welt verwüsten dadurch irreparabel.

Leider ist Soja auch nicht DIE gesunde Fleisch-Alternative! Bei genauerem Betrachten der Sojapflanze bemerkt man, dass dieses – an sich harmlos wirkende Pflänzchen – aus einer Ansammlung aggressiver Stoffe besteht, um gegen potentielle Fraßfeinde geschützt zu sein:

  • Lektine und Hämagglutinin, welche die Blutplättchen verklumpen lassen
  • Isoflavone, die in den Hormonhaushalt eingreifen (durch ihre Ähnlichkeit mit menschlichen Sexualhormonen)
  • Phytoöstrogene können zu Schilddrüsenkrebs und -unterfunktion führen und das gesamte Hormonsystem negativ beeinflussen (verfrühte Pubertät, Unfruchtbarkeit, Brustkrebs…)
  • Oxalate, die die Aufnahme von Mineralstoffen aus der Nahrung behindern und die Bildung von Nierensteinen, Gicht und Arthritis fördern
  • Phytate behindern ebenfalls die Mineralstoffaufnahme aus dem Darm und gelten allgemein als „Antinährstoffe“, da sie einige Mikronährstoffe aus dem Darm für den Menschen unaufnehmbar machen (sie sind auch in Getreide und Kartoffeln enthalten!)
  • Protease- und Trypsin-Inhibitoren behindern die Eiweißverdauung im Darm und führen zu Blähungen
  • Saponine behindern die Funktion der Gallenflüssigkeit und erschweren so die Fettverdauung
  • Goitrogene, die die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen

Rolf van Melis / pixelio

Außerdem gelten Sojabohnen und auch nur Fragmente davon als extrem starke Allergene, die bei betroffenen Menschen auch starke allergische Reaktionen auslösen können, die „nur“ Eier oder Milchprodukte von Soja-gefütterten Tieren konsumieren.

Kleines Detail am Rande: selbst die Amerikanische Food and Drug Administration (FDA) bezeichnet die Soja-Pflanze aufgrund der in ihr enthaltenen Toxine als giftig.

Leider werden durch das Wässern und Kochen nur geringe Mengen der Schadstoffe zerstört! Eine bessere Abhilfe gegen die unerwünschten  Soja-Bestandteile liefert da schon das Fermentieren wie es z.B. bei Sojasauce oder auch bei Tofu durchgeführt wird. Das sind übrigens auch die einzige Art an Sojaprodukten, die im asiatischen Raum konsumiert werden: oftmals wird das hohe, gesunde Alter der Asiaten ja auf deren hohen Sojakonsum zurückgeführt. Tatsächlich wird seit Jahrtausenden Soja nur gekeimt – der Keimvorgang zerstört auch einige Schadstoffe sehr effektiv – oder fermentiert konsumiert.

Sojafleisch, Sojamilch und –pudding etc. waren über all die Jahre in der asiatischen Ernährung unbekannt.

Wenn man also Sojaprodukte konsumieren möchte, dann empfiehlt es sich ab und an mal ein gutes Stück Tofu, Sojasprossen oder zum Würzen hochwertige Sojasauce zu verwenden.

Kindern, Jugendlichen und Frauen mit hormonellen Störungen ist von Sojaprodukten grundsätzlich abzuraten! Es gibt einige markante Hinweise darauf, dass der überhöhte Sojakonsum mit der steigenden Rate von Prostataleiden, Brustkrebs, Fertilitätsstörungen, Wachstumsstörungen bei Kindern etc. in Zusammenhang gebracht werden kann!

Daniel Rennen / pixelioLeider ist der Konsum von Sojaprodukten für den Laien nicht immer sofort erkennbar: die Industrie nützt Soja in vielfacher Weise, so dass man – ohne es zu ahnen – in den „Genuss“ von Soja kommt, wenn man z.B. normale Schokolade, Topfencremes, Joghurts, Margarine, Streichkäse, Süßigkeiten etc. konsumiert. Hier wird oftmals Sojalecithin als Emulgator zugefügt.

Eiweißpulver für Sportler und Abnehmwillige basieren oftmals auf Soja-Eiweiß, Diätbrot hat Sojaflocken, Sojamehl und Sojalecithin zugefügt. Diese Liste lässt sich unendlich fortsetzen, leider.

Erschreckend ist noch eine weitere Tatsache: Es ist immer schwieriger, nicht-genmanipulierte Sojaprodukte zu bekommen. In den USA z.B. sind 85% aller angebauten Sojapflanzen bereits genmanipuliert, in Argentinien zu 98% und fast 60% der gesamten Weltproduktion!

5 Kommentare zu „Soja – ein heikles Thema

  1. ich habe mal eine frage 🙂 macht es denn einen unterschied ob soja angepflanzt wird oder getreide ? wird denn der regenwald und die erde nicht auch durch den anbau von nutzpflanzen irreperabel zerstört ?

  2. Das ist ja ein Ding. Ich dachte bisher immer, dass Soja ein rundum gesundes Produkt ist. Das muss ich gleich mal mit meiner veganen Freundin teilen.

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